Plastik ade - mein Einkauf im Supermarkt

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Endlich geht es los! Ich schaue mir vier Geschäfte näher an (einen Supermarkt, Discounter, Drogeriemarkt und einen Bioladen). Ich möchte wissen, welche Produkte ich dort ohne Plastikverpackung bekommen kann. 

 

Mein erster Besuch führt mich in einen großen Supermarkt, der für sein umfangreiches Biosortiment bekannt ist. Da ich Bioprodukte und einen bewussten Umgang mit der Umwelt miteinander verbinde, sind meine Erwartungen entsprechend hoch. Ob diese erfüllt werden?

Zunächst einmal schaue ich mir die Obst- und Gemüseabteilung an. Meine Erwartungen werden nicht enttäuscht. Sehr viele Produkte sind lose erhältlich. Das hat den Vorteil, dass ich selbst bestimmen kann, wieviel ich von den einzelnen Lebensmitteln möchte. Oft gibt es ja z.B. Paprika nur im 3er-Kunststoffpack. Manchmal brauche ich aber nur eine einzige, bin jedoch gezwungen noch zwei weitere zu kaufen. In diesem Supermarkt kann ich nun nach meinem individuellen Bedarf einkaufen.

 

Auch Tomaten, Gurken, Zucchini, Salate, verschiedene Apfelsorten, Birnen, Bananen, Trauben und Nektarinen gibt es ohne Plastikverpackung (vom Kunststoffeinsatz in der Steige abgesehen). Lediglich die empfindlichen Lebensmittel, wie z.B. Himbeeren, sind nur in einer Plastikschale erhältlich, aber das macht schließlich auch Sinn, denn als Kunde möchte ich ja am Ende keinen Himbeermatsch sondern möglichst unversehrte Früchte kaufen.

 

Zum Verpacken der losen Lebensmittel stehen nur die dünnen durchsichtigen Plastiktüten zur Verfügung, die jedoch laut Marktinfo zum größten Teil aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Da diese Beutel allerdings ebenfalls über den "Gelben Sack" entsorgt werden sollen, bin ich skeptisch und verzichte auf den Gebrauch. Als Alternative nutze ich meinen eigenen Einkaufskorb (natürlich NICHT aus Plastik). Kompliziert wird es an der Kasse, wenn die einzelnen Sachen gewogen werden müssen. Ich kann es dennoch empfehlen. Der Blick von der Kassiererin, die zunächst drei Tomaten, danach eine Paprika, gefolgt von zwei Birnen und zum Schluß einen Apfel lose wiegen darf, ist einfach göttlich...

 

Bei den Milchprodukten ist die Auswahl überraschend groß. Von Milch über Schlagsahne, Kaffeesahne, Kefir und Trinkmolke gibt es wirklich ein breites Sortiment in Glasflaschen. 

Die Milch gibt es in verschiedenen Fettstufen. Preislich ist die konventionelle Milch in der Flasche fast doppelt so teuer wie die im Tetra Pack. Dafür gibt es das Versprechen, dass sie nicht wie beim üblichen ESL-Verfahren länger hocherhitzt wurde. Damit sind mehr Nährstoffe in der Milch, sie ist aber auch nur eine Woche haltbar. Da wir Milch jedoch rasch verbrauchen, ist das für mich kein Problem. Ich beschließe sofort: bei uns wird es zukünftig ausschließlich Milch in Glasflaschen geben.

 

Anschließend schaue ich mir das Joghurtangebot an und bin auch hier wieder sehr erfreut. Insgesamt gibt es vier verschiedene Anbieter von Fruchtjoghurt und zwei Anbieter von Naturjoghurt. Beide Produkte sind sowohl in Bioqualitität als auch in konventioneller Qualtität erhältlich. Der Preis für ein Glas mit 500 Gramm liegt zwischen 1,09 Euro (natur, Bio) und 1,99 Euro (Bio / Demeter, Frucht).

Die Naturjoghurt sind in verschiedenen Fettstufen erhältlich und bei den Fruchtsorten gibt es eine große Auswahl an Geschmacksrichtungen. Von Erdbeer bis Heidelbeer oder Apfel-Holunder ist wirklich alles dabei. Mein besonderes Highlight ist ein Rosenblütenjoghurt. Der Geschmack ist phantastisch! Der Joghurt schmeckt nach Sonne, Sommer und Joghurt satt. Ohne Frage werde ich ihn noch öfter kaufen. Schon alleine dafür hat sich dieses Experiment gelohnt, denn ich wäre sonst nie auf ihn aufmerksam geworden.

 

Da der Supermarkt über eine eigene Getränkeabteilung verfügt, war es für mich keine große Überraschung, dass es auch eine große Auswahl an Wasser, Säften und alkoholischen Getränken in Glasflaschen gibt. Der günstigste Wasserkasten kostet 2,29 Euro, ist also ein klein wenig teurer als im Getränkemarkt. Dafür kann man den Einkauf wunderbar mit der Besorgung von Lebensmitteln verbinden.

 

Mein nächstes Ziel ist die Abteilung mit den haltbaren Lebensmitteln. Auch hier bin ich vollauf begeistert. Ob Kirschen, Apfelmus, Pflaumen, Gurken, Möhrensalat, passierte Tomaten oder Rotkraut, es gibt wirklich eine große Auswahl an Produkten. Sogar eingekochten Kürbis habe ich gefunden. Keine Frage, hier lohnt sich das Zugreifen.

 

Zum Schluss mache ich noch einen Abstecher in die Abteilung mit dem Tierfutter. Wir haben eine Katze und bislang habe ich immer die kleinen Plastikpäckchen gekauft. Meine Erwartungen sind nicht besonders hoch und in der Tat, Katzenfutter so weit das Auge reicht, in verschiedener Qualität aber immer in Plastikschälchen oder Dosen. Doch dann entdecke ich im Regal ganz oben ein Futter in einem Glasbehälter. Ich kann es kaum fassen! Zwei verschiedene Geschmacksrichtungen stehen zur Auswahl. Beide landen in meinem Einkaufskorb.

 

Fazit

Der Einkauf im Supermarkt ist wirklich erfolgreich gewesen. Es gibt zahlreiche Produkte, die ohne Plastikverpackung erhältlich sind. Besonders über das breite Angebot von Milchprodukten und das Katzenfutter bin ich positiv überrascht. Natürlich sind die Produkte etwas teurer als in herkömmlichen Verpackungen, aber das ist es mir wert.

Der Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall!

 

Nächsten Donnerstag geht es weiter mit einem Einkauf im Discounter. Ich bin schon gespannt, welche Erfahrungen ich dort machen werde.

 

Welche Produkte kaufst Du ohne Plastikverpackung?

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

 

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