Plastik ade - der Alltagstest (Woche 1)

Vier Wochen lang habe ich mich in verschiedenen Geschäften umgeschaut. Ich wollte wissen, welche Produkte es ohne Plastikverpackungen zu kaufen gibt. Falls Du die Serie verpasst hast, kannst Du sie hier nachlesen.

 

Nun beginnt der Alltagstest. Schließlich reicht mir das Wissen alleine nicht, ich möchte meine neue Überzeugung auch in den Alltag integrieren.

Drei Monate lange werde ich Dir von meinen Erfahrungen berichten.

Wie wird es für mich sein, im Alltag möglichst auf Plastik zu verzichten? Ich bin hochmotiviert und freue mich schon auf die nächsten Einkäufe. Das kann ja alles gar nicht so schwer sein. Immerhin bin ich ja bestens vorbereitet. Oder?

 

Die Leergutabgabe

Der Berg an leeren Plastikflaschen ist zwar verschwunden, dafür habe ich nun in meiner Vorratskammer einen Korb mit leeren Glasflaschen und -gläsern. Der Aufwand für die Abgabe ist jedoch gleich geblieben, da ich künftig dafür in den Supermarkt fahren werde. Dort kann ich alle Behälter an einem Automaten abgeben. Es werden dort sowohl die Milchflaschen als auch die Joghurtgläser und Wasserkästen angenommen.

 

Die erste Abgabe der Gläser war allerdings etwas nervenaufreibend. Ich fühlte mich unbeholfen und traute mich nicht so recht, die Glasflaschen in den Leergutautomat zu geben. Ich hatte die Sorge, dass die Gläser kaputt gehen. Also fragte ich bei einem Verkäufer nach, ob ich mein Glas wirklich dort abgeben kann. Er bestätigte es mit einem Lächeln. Und wirklich: der Automat erkannte das Glas und ich konnte hören, wie es nach dem Scannen in einen Kasten plumpste. Auch ein Joghurtglas ohne Etikett konnte ich ohne Probleme abgeben. Manchmal sind auch die kleinen Dinge beim ersten Mal eine Herausforderung...

 

Optimal ist natürlich, dass ich im Supermarkt nicht nur meine Pfandgläser abgeben, sondern auch alle Produkte wie Milch, Wasser und Saft kaufen kann. Das spart lange Einkaufswege und vor allem Zeit.

 

 

Der Einkauf

Ich bin sehr überrascht, was es doch an Produkten in Gläsern gibt. Mir ist z.B. bisher noch nicht aufgefallen, dass es Tomatenpüree in Flaschen oder eingelegten Kürbis im Glas gibt. Das plastikfreie Einkaufen zeigt mir eine ganz andere Produktwelt und ich merke, wie mir neue Rezeptideen in den Sinn kommen.

 

Beim Milchkauf hatte ich diese Woche leider Pech. Die Milch in Glasflaschen war leer. Zwar gab es noch Demetermilch, die wollte ich aber aufgrund des hohen Preises nicht kaufen. Nun gut, es muss ja nicht immer alles klappen.

 

Zusätzlich stand diese Woche unter dem Thema "Ernten". Ich habe die letzten Peperoni des Jahres gepflückt, Äpfel geerntet und die ersten Walnüsse aufgesammelt. Außerdem habe ich einen Kürbis gekauft, ganz ohne Umverpackungen. Die Natur bietet derzeit noch soviel Auswahl, da fällt es gar nicht schwer, den Müllberg zu reduzieren. Ohne Plastik leben, das ist doch ganz leicht!

 

Was hast Du diese Woche ohne Plastikverpackung gekauft? Erzähle mir doch davon!

Bis bald,

 

Tanja

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