Plastik ade - der Alltagstest (Monat 2)

Mittlerweile habe ich eine gewisse Routine beim Einkaufen entwickelt. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass ich vor der Entscheidung stehe: kaufe ich ein Produkt, obwohl es in Plastik verpackt ist, oder verzichte ich, auch wenn ich mich darauf gefreut habe?

 

Meine Wocheneinkäufe sind gut geplant und keine großen Herausforderungen mehr.

Wasser kaufe ich einmal in der Woche beim Getränkemarkt, Obst und Lebensmittel im Supermarkt, haltbare Produkte im Discounter. Da praktischerweise alle Geschäfte nebeneinander liegen, spare ich mir lange Anfahrtswege. Sofern ich nicht gerade einen Großeinkauf mache, kann ich sogar von einem Parkplatz aus alle drei Geschäfte zu Fuß ansteuern. Ein weiterer positiver Punkt, der die Umwelt schont!

 

Weil einige von euch Lesern nachgefragt haben: ja, ich gebe mehr Geld als zuvor aus, aber ich gehe auch bewusster mit den Lebensmitteln um. Ich kaufe wenige, aber hochwertige Produkte und werfe weniger weg.

Wir essen kaum mehr Fleisch, aber dafür mehr Obst und Gemüse. Passend dazu habe ich mir als Monatsmotto für den Februar das Thema "Obst und Gemüse - helau!" ausgesucht.

Es gibt wunderbare Gerichte, für die man nur wenige Zutaten benötigt und die in kürzester Zeit gekocht sind. Dazu wird es hier im Blog Ende des Monats einen ausführlichen Beitrag geben. Falls Du Dich für eine gesunde und kostengünstige Ernährung interessierst, lohnt es sich, regelmäßig auf "Meine Kraftquelle" vorbeizuschauen.

 

 

Update zum Thema Milchkauf

In den letzten Wochen hat der wöchentliche Milcheinkauf bei mir für schlechte Laune gesorgt. Häufig war die Milch in Glasflaschen ausverkauft oder es gab nur noch teure Demeterprodukte. Mehrmals habe ich deshalb mit schlechtem Gewissen nach Tetra Packs gegriffen oder bin in einen zweiten Laden gefahren. Erfreulicherweise hat sich das diesem Monat verändert. Egal, an welchem Wochentag ich zum Einkaufen gegangen bin, immer war noch genügend Milch erhältlich.

Ob mein Vorsprechen beim Marktleiter geholfen hat? Oder ist die Nachfrage nach Glasflaschen so enorm gestiegen, dass mehr bestellt wird? Was genau der Grund ist, weiß ich nicht und ist egal. Hauptsache wir bekommen endlich wieder unsere geliebte Milch!

 

 

Die normalen Wocheneinkäufe habe ich gut organisiert. Schwierig wird es jedoch bei Freizeitaktivitäten. So wollte ich an einem arbeitsfreien Tag in einem großen Möbelhaus frühstücken. Das gestaltete sich schwieriger als zuvor gedacht. Mein bevorzugtes Frühstück lag auf einem Plastikteller und war zusätzlich noch in Folie eingeschweißt. Das hatte ich zuvor nicht bedacht!

Als Alternative stand warmes Essen zur Auswahl: Würstchen, Speck, Waffeln, Spiegeleier..

Die gute Nachricht: verhungern würde ich also nicht.

Die schlechte Nachricht: warme Würstchen, Speck und Waffeln sind für mich kein bevorzugtes Frühstück. Und wer kann mir eigentlich garantieren, dass die Würstchen nicht zuvor auch in einer Plastikverpackung waren? Da kann ich ja auch gleich das eingeschweißte Essen nehmen. Ja, hier stellt sich die Frage wie weit ich eigentlich mit meinem Verzicht auf Plastik gehen möchte...

 

Plötzlich wurde mir bewusst, dass mein Versuch auf Plastik zu verzichten, auch bedeutet, alte Gewohnheiten zu ändern und mich zu fragen, wie streng ich das Projekt eigentlich verfolgen möchte.

 

Ähnliche Überlegungen stelle ich mir beim Fleischverzehr. Bei meinem gewohnten Metzger liegt das Fleisch in Plastikschalen, und wie ich bereits selbst mehrmals gesehen habe, wird das frische Fleisch in Plastikkisten angeliefert. Teilweise ist es sogar noch einmal in Plastikfolien eingeschweißt. Ich frage mich, wie ich damit umgehen soll. Verzichte ich zukünftig auf einen Einkauf bei dem Metzger meines Vertrauens, bei dem ich schon lange Kunde bin oder drücke ich beide Augen zu? Wäre es vielleicht eine Alternative Vegetarierin zu werden?

 

 

An diesen und anderen Punkten merke ich: es ist gar nicht so einfach auf Plastik zu verzichten. Selbst auf den Wasserflaschen ist meistens ein Plastikdeckel. Oder die Tagescreme ist zwar in einem Glastiegel, wird aber bis zum ersten Benutzen mit einer Plastikfolie geschützt.

Auf der einen Seite macht es mir unglaublichen Spaß nach plastikfreien Alternativen zu suchen, auf der anderen Seite ist das aber sehr mühsam.

Doch ich weiß ja, warum ich mich dazu entschieden habe, und deshalb ziehe ich das jetzt durch!

Falls Du nicht weißt, warum ich meinen Plastikverbrauch reduzieren möchte, kann ich Dir meinen Beitrag "Plastik ade - aus einem Gedanken wird ein Ziel" empfehlen.

 

Wie sieht es bei Dir aus? Gibt es Dinge aus Plastik, auf die Du nicht verzichten möchtest?

 

PS. Mein Frühstück bestand an dem oben genannten Tag im Möbelhaus übrigens aus einem Marmeladenbrötchen und viiiiel Kaffee - ganz ohne Plastikverpackung!

 

Tanja

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