Plastik ade - der Alltagstest (Woche 3)

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In der ersten Woche des Alltagstests "Plastik ade" war ich hochmotiviert, in der zweiten hochfrustriert. Ob es in der dritten Woche auch ein Auf und Ab der Gefühle geben wird?

 

Hurra!

Endlich ein Erfolgserlebnis: die letzten beiden Wochen war die von mir gewünschte Milch im Supermarkt leer, so dass ich einmal auf eine teuere Demetermilch zurückgreifen musste, und das andere Mal ganz auf Milch verzichtete. Doch dieses Mal war ich erfolgreich! Gleich drei der begehrten Flaschen konnte ich kaufen.

Gurkengeschichten

Jetzt gibt es noch ein riesiges Angebot von Obst und Gemüse. Ob Trauben, Salat, Tomaten, Möhren oder Kiwi, ich kann wählen, was ich möchte. Ein wenig fange ich an zu grübeln, wie das wohl im Winter sein wird. Dann wird das meiste Obst und Gemüse aus Übersee kommen und erfahrungsgemäß in Plastik verpackt sein. Ob ich im Winter nur Kohl werde essen können?

 

Schon lange frage ich mich ja, warum die Gurken im Winter eigentlich in Plastikfolie verpackt sind. Weißt Du es?

 

Ich kenne die Antwort seit ein paar Tagen und kann es kaum glauben. Die Gurken sind in Folie verpackt, damit Produkte aus dem konventionellen Anbau nicht mit denen aus dem Bioanbau in Kontakt kommen.

Außerdem soll dadurch eine Verwechslung ausgeschlossen geworden. Es könnte ja durchaus vorkommen, dass ein Kunde zunächst nach einer Gurke aus konventionellem Anbau greift, sich dann aber doch für eine Biogurke entscheidet und die Konventionelle in die Kiste mit den Bioprodukten legt. Die nächsten Kunden könnten dann nicht mehr zwischen den beiden Gurkenarten unterscheiden.

 

Ich frage mich aber an dieser Stelle, ob es nicht andere umweltfreundlichere Möglichkeiten gibt, die jedem Käufer eine entsprechende Qualität seiner Lebensmittel garantiert, gleichzeitig aber nicht die Umwelt in diesem Maße belastet. Wie wäre es z.B. mit einer Kennzeichnung durch kleine Aufkleber, ähnlich wie es diese bereits bei Äpfeln gibt? Damit könnte eine Menge Plastik eingespart werden...

 

 

Über den Transport

Mit Freude habe ich festgestellt, dass es seit einiger Zeit feste Pappkisten aus recycelten Altpapier zu kaufen gibt.

Sie tragen bis zu 25 kg, sind also für einen normalen Familieneinkauf geeignet, und sollen eine Alternative zu den Plastiktüten sein, die es mittlerweile ja nur noch gegen Entgelt zu kaufen gibt. Zudem lassen sich die Kisten auch wunderbar für andere Transporte (z.B. Bücher oder Spielzeug) verwenden.

Wie wäre es mit einer Kiste, welche Deine Kinder bunt anmalen? Dadurch können sie ihren Kuscheltieren oder Eisenbahnschienen ein individuelles Zuhause geben, das sich jederzeit hin-und hertransportieren lässt und auch noch umweltfreundlich ist. 

 

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Mittagessen im Glas

Wie Du dem Bild oben entnehmen kannst, bin ich dazu übergangen, mein Mittagessen für die Arbeit in Gläsern mit zu nehmen. Dafür benutze ich leere Joghurtgläser. In diese fülle ich alle möglichen Speisen: Nudelsalat, Antipasti, selbstgemachten Joghurt mit Früchten oder auch einen Cous-Cous-Salat. So ziemlich jedes Mittagessen lässt sich auf diese Art und Weise transportieren.

Die Gläser sind geschmacksneutral (es sei denn man entscheidet sich für ein Essiggurkenglas!) und lassen sich immer wieder verwenden. In meinen Augen ist das eine sehr gute Alternative zu Plastikbehältern. Außerdem kannst Du sicher sein, dass auf der Arbeit nach spätestens zwei Tagen jeder weiß, welches dein Mittagessen ist. Wetten?

 

Welches Essen würdest Du gerne mal im Glas mit zur Arbeit nehmen?

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

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