Freitagslieblinge am 09. Dezember 2016

Meine Güte, wie die Tage im Advent doch so schnell vergehen! Gerade noch war Montag, schon ist wieder Freitag und damit Zeit für die Freitagslieblinge. Viele weitere tolle Einträge findest Du bei berlinmittemom.

 

Das Lieblingsessen der Woche gab es in einem feinen Odenwälder Restaurant, in dem ich mich mit meiner Familie getroffen habe, um die Adventszeit zu feiern. Es gab ein leckeres Hirschgulasch mit Butterspätzle, Pilzen und Rotkraut. Ein Traum, anders kann ich es nicht sagen. Und weil es so gut geschmeckt hat, kam ich vor lauter Genießen nicht zum Fotografieren.

Falls Du mal im Odenwald sein solltest, verrate ich Dir gerne meinen absoluten kulinarischen Geheimtipp, ein kleines aber sehr feines Landrestaurant. 

 

Mein Lieblingsbuch der Woche ist "Hinter verzauberten Fenstern" von Cornelia Funke. Es ist ein Kinderbuch ab 8 Jahren, das ich für unsere abendliche Lesestunde im Advent gekauft habe. Im Mittelpunkt steht die neunjährige Julia, die wütend darüber ist, dass ihr Bruder einen tollen Schokoladenadventskalender von Mama geschenkt bekommen hat, sie aber nicht. Da Julia in Mamas Augen schon zu alt ist, bekommt sie nur einen Kalender mit doofen Bildern. So steckt z.B. hinter dem ersten Fenster nur ein alter Dachboden voller Gerümpel.  Aber dann entdeckt Julia nach und nach, dass sich der Adventskalender zum Leben erwecken lässt und sie durch ihn in eine magische Welt eintauchen kann.

Das Buch ist so wunderbar geschrieben, dass wir kaum erwarten können, wie es weiter geht.

 

In der letzten Woche habe ich darüber geschrieben, dass wir uns gerade Adventszeit auch Auszeiten gönnen sollten (hier geht es zu dem Beitrag). Daher habe ich mir diese Woche im ganzen Trubel eine Pause gegönnt, was mein Lieblingsmoment nur für mich war.

Mit einer schönen heißen Tasse Tee habe ich mich aufs Sofa gekuschelt und diese ganz bewusst genossen. Ich habe mich auf den Geschmack des Tees konzentriert, das Muster auf dem Teeservice studiert und meinem ständig organisierenden Kopf eine kurze Denkpause verschafft. Ich muss gestehen, dass mir das die ersten zwei, drei Minuten nicht ganz einfach fiel, denn das Gedankenkarussell wollte fleißig weiterdrehen, aber danach wurde es besser und ich konnte wirklich kurz abschalten.

 

Hast Du Dir diese Woche schon eine Auszeit vom Alltag gegönnt?

 

Mein Lieblingsmoment mit den Kindern war ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Ich liebe die Atmosphäre dort, den Trubel, die verschiedenen Geräusche und die Stände mit den liebevollen selbstgebastelten Werken (auf diesem Markt sind nur Hobbybastler und ortsansässige Vereine zugelassen, was für eine ganz besondere Stimmung gesorgt hat). Ich bin immer wieder begeistert darüber, die kreativ manche Menschen sind und was sie aus den unterschiedlichsten Materialien wunderschönes herstellen können. Dieser ganze Vorweihnachtszauber ergriff nicht nur mich, sondern auch die Kinder. Mit großen glänzenden Augen liefen sie über den Markt und konnten sich kaum an den Herrlichkeiten sattsehen. Und ich konnte mich kaum an ihrer Freude sattsehen.

 

Der Höhepunkt auf dem Weihnachtsmarkt war natürlich der riesige Tannenbaum, der von unendlich vielen Lichtern beleuchtet wurde. Es glitzerte und funkelte an allen Ecken und ich spüre eine riesige Vorfreude auf unseren eigenen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Es sind nur noch ein paar Tage bis dahin...

 

Meine Inspiration der Woche ist ein Zitat von Karl Valentin, das ich auf einer Weihnachtskarte gelesen habe:

 

"Wenn die stille Zeit vorbei ist, wird es auch endlich wieder ruhiger.

 

Erst musste ich über diesen Spruch schmunzeln, dann wurde mir bewusst, dass er genau das beinhaltet, was ich mir für die diesjährige Weihnachtszeit vorgenommen habe: mich mehr auf die besinnlichen und ruhigen Momente zu konzentrieren und diese zu genießen. Denn die stille Zeit ist jetzt und nicht erst im Januar. Ich möchte dieses Jahr nicht von einem Termin zum anderen zu hetzen, mich nicht mit selbstauferlegten Aufgaben stressen ("Dieses und Jenes muss UNDEDINGT noch vor Weihnachten erledigt werden") und nicht mit eigenen Anforderungen für Hektik sorgen ("Ich will unbedingt 8 verschiedene Plätzchensorten backen").

Stattdessen möchte ich mich entspannt zurücklehnen, gemeinsame Zeit mit den Kindern genießen, mit ihnen lachen und träumen, Plätzchen knabbern, entspannt über den Weihnachtsmarkt schlendernd und auch mal seelenruhig in einer Zeitschrift blättern können, ohne an all die Dinge denken zu müssen, die noch zu erledigen sind. Für mich ist die stille Zeit eine ganz besondere Zeit. Ich möchte sie nicht nur irgendwie hinter mich bringen, sondern sie genießen.

 

Wie siehst Du das? Sorgst Du für ruhige Momente in der Adventszeit?

Ich wünsche Dir einen schönen 3. Advent.

 

Tanja