Jetzt geht es los! Frühlingsputz für meine Seele

Der Frühlingsputz kann beginnen! Ich freue mich, dass Du mit dabei bist.

 

Wie bei jeder anderen Putzaktion, brauchen wir diverse Utensilien. Allerdings sind Eimer, Wasser, Wischtuch und Müllbeutel dieses Mal nicht nötig. Du brauchst stattdessen Ruhe, Zeit, Geduld und Mut...

 

Bist Du bereit? Können wir loslegen?

 

Prima! Suche Dir einen ruhigen Platz, lege Papier und Stift bereit und sorge dafür, dass Du eine Weile nicht gestört wirst.

 

 

Bestandsaufnahme - öffne den Schrank und schaue hinein

Es geht nun erst einmal darum, Dir einen ersten Überblick zu verschaffen.

Das ist ähnlich wie beim Hausputz: Du öffnest den Schrank und räumst zunächst alles aus. Häufig erkennst Du dabei schon auf den ersten Blick Dinge, die Du unbedingt behalten oder entsorgen möchtest.

 

Doch genug in Sachen Einleitung. Lass uns anfangen!

Wenn Du bereit bist, atme tief ein, entspanne Dich und öffne Deinen imaginären Schrank. 

 

 

Frage Dich:

  • Wie sehen derzeit meine Beziehungen aus? Wie geht es mir im Umgang mit meinen Kindern und meinem Partner, dem Beruf, den Hobbys, Nachbarn, Freunden und der Verwandtschaft?
  • Welche schönen Momente habe ich in der letzten Zeit erlebt?
  • Was läuft momentan nicht so gut? 
  • Gibt es Ereignisse oder Unstimmigkeiten, die mich auch nach längerer Zeit noch beschäftigen? 
  • Welche meiner Verhaltensmuster und Gedanken tun mir nicht gut? 
  • Was raubt mir Kraft? Was gibt mir Kraft?

 

Schreibe alles auf, was Dir in den Sinn kommt. Ganz frei von einer Bewertung. 

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du alles Wichtige notiert hast, mache eine kleine Pause. Dadurch ordnen sich Deine Gedanken. Dein Kopf wird wieder frei, Dein Unterbewusstsein wird sich jedoch weiter mit Deinen Notizen beschäftigen. Du arbeitest somit an dem Thema ohne es zu merken. Ist das nicht herrlich? 

 

 

 

Ordnung schaffen - jetzt wird sortiert

Im ersten Schritt hast Du bereits alle Sachen aus dem Schrank geräumt. Im zweiten Schritt wird nun alles sortiert. 

Im Januar habe ich meine Wohnung gründlich ausgemistet und dabei die Methode mit den drei Stapeln für mich entdeckt. Diese eignet sich auch hervorragend für den Frühlingsputz Deiner Seele. Statt Kisten nimmst Du in dem Fall drei Blätter. Auf diese sortierst Du nun die Notizen aus Deinem vorherigen Brainstorming. Überlege Dir, auf welches Blatt jeder einzelne Punkt kommt. Möchtest Du ihn

a) behalten

b) entsorgen oder bist Du Dir

c) noch nicht sicher und brauchst etwas Bedenkzeit?

 

 

 

Behalten - du darfst bei mir bleiben!

Alle die Gedanken, die Du behalten möchtest, dürfen in Deinen imaginären Schrank zurück. Schau Dir die einzelnen Punkt auf dem entsprechenden Blatt an. Freue Dich darüber, dass diese Sache in Deinem Leben ist. Vielleicht ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt um Danke dafür zu sagen?

 

 

 

Entsorgen - du darfst gehen!

Hast Du einiges notiert, was Du nicht länger mit Dir herumtragen möchtest?

Prima, jetzt ist die beste Zeit, um den ein oder anderen Punkt loszulassen. Überstürze es aber nicht und nimm Dir die Zeit, die Du benötigst. Überlege Dir dabei, wie Du die Situation für Dich verbessern kannst. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten. Es gilt nun herauszufinden, welche die passende ist.

 

Beschäftigt Dich z.B. ein Konflikt?

Versuche ihn zu klären! Das ist oft auch noch nach langer Zeit möglich. Es kostet Überwindung und viel Mut, aber es wird sich lohnen!

Ein hilfreicher Schritt kann es sein, noch einmal das Gespräch mit der anderen Person zu suchen. Vielleicht ist eine Entschuldigung passend (sofern sich das für Dich richtig anfühlt!)?

Oder Du suchst Dir eine unparteiische dritte Person, die bei der Klärung hilft. Manchmal reicht es auch, dem anderen zu verstehen zu geben: "Hey, wir haben zwei unterschiedliche Meinungen, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Aber lass uns den Streit jetzt beenden und gemeinsam nach vorne schauen!"

 

Leider gibt es auch Situationen, an denen man auch mit dem besten Willen nichts mehr ändern kann. In diesem Fall ist es besser, loszulassen, zu akzeptieren was ist und seinen Weg zu finden, damit zu leben. Auch dieser Schritt ist zunächst nicht einfach, aber auf Dauer sehr heilsam.

Über das Loslassen wird es hier im April noch einmal einen gesonderten Beitrag geben. Sollte Dich das Thema interessieren, schaue auf jeden Fall nach Ostern wieder im Blog vorbei.

 

 

 

Bedenkzeit - ich weiß noch nicht wohin mit dir!

Hast Du Dir Gedanken notiert, bei denen Du Dir unsicher bist, ob Du sie behalten oder entsorgen möchtest? Kein Problem! Packe sie erst einmal in den Keller!

Hebe Dir die Notizen auf und warte ab. Manchmal klärt sich etwas von alleine oder Dir fällt plötzlich eine Lösung ein.

 

 

Und zuguter Letzt:

Wie bei jedem Frühlingsputz gilt auch hier: die Arbeit lässt sich unmöglich an einem einzigen Tag erledigen. Doch das macht nichts! Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst und beschäftigte Dich mit den Themen eingehend. Wichtiger als die Geschwindigkeit ist die Richtung!

Es ist sinnvoller, gründlich zu putzen als nur mal eben schnell die Oberflächen grob abzuwischen. Das Chaos darunter wird sonst bleiben...

 

Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei Deinem Frühlingsputz für die Seele.

Vergiss nicht, Dich zwischendurch für Dein Vorwärtskommen zu belohnen!

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

PS: Welche Themen sind bei Deinem Frühlingsputz aufgekommen? Beschäftigen Dich Konflikte mit anderen? Sind es alte Verletzungen, an denen Du noch immer zu knabbern hast?

Schreibe mir doch! Entweder hier in den Kommentaren oder eine Mail, falls Du nicht öffentlich schreiben möchtest.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Jeanne (Mittwoch, 19 April 2017 09:14)

    Liebe Tanja,
    wow, dieser Beitrag hat es wirklich in sich. An den Osterfeiertagen hatte ich leider keine Zeit, daran zu arbeiten, aber jetzt kommt dein Post wirklich wie gerufen: weil, wir waren auf "Heimaturlaub" und ich musste feststellen, dass wir viele Dinge nur machen, weil es schon immer so gemacht wurde, oder es von einem erwartet wird. Da muss man z.B. zu den Schwiegereltern gehen, die Sauerbraten zum Essen servieren, obwohl sie wissen, dass wir Vegetarier sind. (Das sind eh nur "ferz" und auf so etwas muss man keine Rücksicht nehmen) Da sitzt man dann also, macht gute Miene zum bösen Spiel und stochert dann im Salat und in den Beilagen rum, und fragt sich, warum man sich das ganze noch antut??
    Du siehst also, ich muss DRINGEND ausmisten und werde sofort damit anfangen. Von daher nochmals vielen Dank für die bereichernden und ausführlichen Tipps. Ich werde auf alle Fälle berichten :))
    Sei ganz lieb gegrüßt

    Jeanne
    P.S.
    Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Urlaub ?!?

  • #2

    Tanja@Meine Kraftquelle (Donnerstag, 20 April 2017 15:25)

    Liebe Jeanne,
    ich bin mir sicher, dass dein "Frühlingsputz" sehr erfolgreich sein wird und du einiges für dich umsetzen wirst!

    Vor einigen Jahren war ich auch Vegetarierin und weiß, dass nicht jeder Rücksicht darauf nimmt. Gerade in der älteren Generation bin ich das ein oder andere Mal auf Unverständnis gestossen. Heute denke ich, dass manche Omas/Opas bzw. Mütter/Väter das nicht nachvollziehen können, da sie selber in großem Mangel (Krieg) aufgewachsen sind. Da wird der heutige bewusste Verzicht ganz schnell als Ferz abgetan.

    Ich hoffe, dass euer Osterbesuch trotzdem viele schöne Momente hatte, auch wenn das Essen für euch unpassend war.

    Herzliche Grüße von
    Tanja

    P.S: Unser Urlaub war herrlich! Berge, Berge und nochmals Berge! Und ganz viele freie Zeit für die Familie. Ein Traum! :-)