Lasse los, was Dir nicht gut tut

Manchmal gibt es Erlebnisse, die uns auch nach langer Zeit noch beschäftigen.

Vielleicht hat uns ein nahestehender Mensch verletzt oder wir haben eine Enttäuschung erlebt, die wir bis heute nicht überwinden konnten. Vielleicht gibt es Konflikte, die auch mit den besten Versuchen nicht zu lösen sind, oder eine Freundschaft ging mit einem Streit zu Ende und war nicht mehr zu kitten.

 

Solche Erlebnisse kauen wir gedanklich oft unzählige Male durch. Sie zerren an unseren Nerven und rauben uns wertvolle Energie, die wir an anderer Stelle gut gebrauchen könnten. Wir würden gerne loslassen, mit dem Kapitel abschließen und unsere Konzentration auf andere Dinge lenken. Das ist aber gar nicht so einfach, wie ich selbst in diesem Monat feststellen konnte. Da habe ich mich nämlich genau mit diesem Thema beschäftigt und geschaut, was ich in meinem Leben loslassen möchte.

 

Es kostet viel Kraft, Dinge zu akzeptieren, die nicht zu ändern sind. In einem Fall hat es bei mir zwar erstaunlich gut geklappt, in einem anderen Fall fiel es mir jedoch sehr schwer. Geholfen hat mir letztendlich ein Ritual, das ich Dir heute vorstellen möchte.

Vielleicht ist genau das ja der fehlende Baustein, der Dir helfen kann, mit Deinen Erlebnissen loszulassen?

 

 

Lasse los, was Dir nicht gut tut

 

Drei Dinge benötigst Du dafür:

  1. Zeit
  2. den Willen wirklich loszulassen
  3. passende Bilder oder Briefe 

Das können alte Liebesbriefe von einer längst verflossenen Liebe sein, die schmerzlich zu Ende gegangen ist, die Absage zu einer Stelle, die Du Dir sehnlichst gewünscht hast oder Bilder von einer Freundin, zu der die Freundschaft schon lange beendet ist. Möglich wäre auch eine verhauene Klassenarbeit Deines Kindes, die für reichlich schlechte Laune in der Familie gesorgt hat.

 

 

Ich lasse jetzt los!

Suche Dir einen ruhigen Ort. Das kann eine uneinsehbare Stelle im Garten sein, Dein Balkon oder eine abgelegene Stelle im Wald. Desweiteren brauchst Du die oben genannten Briefe oder Bilder, Streichhölzer, eine Kerze, falls vorhanden eine Feuerschale (oder ein anderes geeignetes Gefäß), damit Du die brennenden Papiere ablegen kannst, und aus Sicherheitsgründen einen Eimer/eine Gießkanne mit Wasser.

Ich setze voraus, dass Du im Umgang mit Feuer gewissenhaft bist, nicht bei trockenem Wetter zündelst und auf einen möglichen Funkenflug achtest.

 

Stück für Stück hälst die Andenken nun an die Kerze und verbrennst sie in der Feuerschale. Vielleicht magst Du dabei die Augen schließen? Vielleicht möchtest Du aber auch zusehen, wie der Gegenstand langsam in Flammen aufgeht und der Rauch in den Himmel steigt?

Wichtig ist, dass Du Dich mental davon trennst. 

 

Mir hat folgende Affirmation bei jedem brennenden Papier geholfen: "Ich lasse dich gehen. In meinem jetzigen Leben ist für dich kein Platz mehr. Ich lasse dich los."

 

 

Sei aufmerksam und beobachte, was passiert:

Ist ein Brief besonders schwer zu entzünden oder brennt extrem schnell ab?

Geht die Flamme der Kerze ständig aus?

Fällt es Dir leicht, Stück für Stück loszulassen oder würdest Du am liebsten den ein oder anderen Brief wieder aus den Flammen ziehen? Tust Du das vielleicht auch?

Welche Dinge kannst Du nicht verbrennen?

Welche Gefühle steigen in Dir hoch?

 

 

Nimm Dir unbedingt Zeit für dieses Ritual und lasse Deinen Gefühlen freien Lauf. Es ist vollkommen ok, wenn Du dabei weinen musst, wütend wirst oder abbrechen musst, um an einem anderen Tag weiterzumachen.

 

Ich weiß, dass es gerade am Anfang schwer ist, die Andenken den Flammen zu übergeben. Aber es lohnt sich! Ich habe vor kurzem Briefe verbrannt, die voller Schmerz waren. Schmerz, den ich übernommen hatte, obwohl es gar nicht der meine war! Nach dem Verbrennen dieser Briefe war mir, als wäre ein riesiger Felsbrocken von mir genommen worden. Ich habe mich befreit gefühlt und konnte endlich loslassen, was lange vergangen ist. 

 

 

Nach dem Ritual ist es sinnvoll unter die Dusche zu huschen oder die Kleidung zu wechseln. Je nachdem, wie der Wind stand, wirst Du nach Rauch riechen. Außerdem können Rußpartikel an dir kleben.

Ich fand den Gedanken, dass ich das, was ich verbrannt habe, nun wieder mit ins Haus nehme, als sehr unangenehm. Achte daher auf Dein Gefühl.

Das gilt auch für die folgenden Stunden. Wie geht es Dir nach dem Ritual? Brauchst Du Bewegung oder ist Dir nach Ruhe? Hast Du das Bedürfnis mit jemanden über Dein Erleben zu sprechen oder bist Du völlig erleichtert und euphorisch? Gehe diesem Bedürfnis nach und sorge für Dich!

 

Das Ganze hört sich ziemlich esoterisch an, das gebe ich zu. Doch es hilft beim Loslassen. Teste es!

 

Hast Du schon einmal etwas verbrannt, um damit abschließen zu können?

      

Herzliche Grüße von

 

Tanja

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Dieser Beitrag ist Teil meines Monatsmottos "Frühlingsputz für meine Seele. Weitere Texte aus dieser Serie findest Du hier: 

 

"Frühlingsputz für meine Seele" - mein Monatsmotto im April

Jetzt geht es los! Frühlingsputz für meine Seele!

 

 

 


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Kommentare: 2
  • #1

    Maria (Donnerstag, 11 Mai 2017 15:18)

    Danke für deinen Text. In meinem Leben gibt es einige Dinge, die ich loslassen möchte. Da freue ich mich sehr über deinen Text. Der hilft mir wirklich weiter.

  • #2

    Tanja@Meine Kraftquelle (Donnerstag, 11 Mai 2017 15:56)

    Hallo Maria,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Es freut mich, dass dir mein Beitrag weiterhilft. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft beim Loslassen.
    Viele Grüße von
    Tanja