Natur pur am Wegesrand - eine Kräuterführung

Seit einiger Zeit habe ich den Wunsch, mehr über einheimischen Kräuter und Pflanzen zu erfahren. Klar, Gänseblümchen und Löwenzahn kann ich noch unterscheiden, aber wie heißt jenes weiße, rosane oder grüne Pflänzchen, das hier und dort wächst? Und kann man das in irgendeiner Form verwenden, und wenn ja, wie?

 

Um mein Wissen ein wenig zu erweitern, habe ich vor kurzem eine Kräuterführung besucht, von der ich Dir heute erzählen möchte.

Gemeinsam mit dem Kräuterexperten Ralph Interthal von der „Vogelsberger Kräuterschule Anja Seipel“  ging es durch den wunderschönen Kurpark in Bad Salzhausen. Dort haben wir uns die unterschiedlichsten Pflanzen angeschaut, erfuhren viel über ihre Verwendung und den besten Zeitpunkt der Ernte. Außerdem konnten wir alle unsere Fragen stellen und bekamen sie äußerst fachkundig beantwortet.

Die Führung selbst dauerte 1,5 Stunden. Sie ist hervorragend geeignet, um einen ersten Einblick in die Welt der Kräuter zu bekommen, aber auch, um bereits vorhandenes Wissen aufzufrischen.

Hier nun einige der Pflanzen, die wir uns bei der Kräuterführung näher angeschaut haben:

 

 

Gänseblümchen

 

Gänseblümchen kennen schon Kindergartenkinder. Doch wer weiß schon, dass man diese liebliche Pflanze auch essen kann und sie besonders viele wertvolle Vitamine enthält? Da ist es erfreulich, dass Gänseblümchen das ganze Jahr über wachsen und geerntet werden können.

 

Einsatz: u.a. blutreinigend, löst festen Schleim, regt den Stoffwechsel an, hilft bei Verletzungen und Hautenzündungen, bei Herpes und Erkältungen.

 

 

 

Giersch

 

 

Der Giersch (aufgrund seiner Blattform auch Geißkraut oder Geißfuß genannt) ist ein Kraut, das schon so manchen Gartenbesitzer zur Verzweiflung gebracht hat, da er scheinbar unverwüstlich ist. Einmal im Garten, lässt er sich so schnell nicht wieder vertreiben.

Der Geschmack erinnert sehr an Petersilie.

 

Einsatz: u.a. Blasenentzündungen, Gicht, Rheuma, Husten, Insektenstiche, Krampfadern und Verstopfung.

 

 

 

Weiße Taubnessel

Im Gegensatz zur Brennessel, besitzt die weiße Taubnessel keine Brennhaare, und lässt sich somit gut ernten. Erkennen kann man sie ganz einfach an ihren weißen Blüten.

 

Einsatz: u.a. Blähungen, Hautprobleme, Menstruationsbeschwerden, Husten, Schwindel und Verbrennungen.

 

 

 

Löwenzahn

 

Der Löwenzahn ist, ebenso wie das Gänseblümchen, eine Pflanze, die fast jeder von klein auf kennt. Wusstest Du aber, dass man aus ihr ein köstliches Gelee oder einen leckeren Sirup kochen kann?

Ich habe das vor zwei Jahren selbst einmal ausprobiert und muss sagen, dass ich selten ein so leckeres Gelee auf dem Brot hatte. Die Zubereitung ist kinderleicht. Nur das Sammeln kostet etwas Zeit. Außerdem muss man schnell sein, denn richtig lecker schmecken die Blüten nur, wenn sie noch nicht ganz aufgegangen sind.  

 

Einsatz: u.a. Bei Appetitmangel, Bronchitis, Fieber, Hautleiden, Husten, Rheuma, Verstopfungen, Warzen und Gicht.

 

 

Schlüsselblume

 

 

Die Schlüsselblume steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden (es sei denn, sie wächst im eigenen Garten; Samen kannst Du in der Gärtnerei kaufen).

 

Einsatz: u.a. bei Erkältungen, Fieber, Husten, Kopfschmerzen, Unruhe und Rheuma.

 

 

Das war ein erster Einblick in die Welt der Kräuter. Wir haben natürlich noch viele weitere Pflanzen bei der Kräuterführung vorgestellt bekommen: Bärlauch, Birke, Spitzwegerich, Brennessel, Waldmeister, Gundermann, Wiesenlabkraut und Knoblauchsrauke.

Über diese werde ich heute aber nicht schreiben, denn das würde aus diesem Beitrag ein Buch machen. ;-)

 

Im Anschluss an die Führung gab es noch eine erfrischende Kräuterlimonade zur Verköstigung. Diese war ein wahrer Genuss und hat sogar den Kindern geschmeckt. Da wir das Rezept mit nach Hause nehmen konnten, wird es diese Limonade bei uns zukünftig öfter geben.

 

 

Tiere

 

 

Neben den Kräutern gab es aber auch noch ganz viele andere Wunder zu entdecken. Ich konnte meinen Augen kaum glauben, als wir im Gestrüpp neben dem Wanderweg dieses wunderbare Wesen entdeckten: ein kleines Rehkitz.

Regungslos stand es dort. Wir verhielten uns ruhig und staunten. Ein Rehkitz habe ich noch nie zuvor in freier Wildbahn so nah - zum Greifen nah - gesehen.

 

 

Das kleine Kitz war nicht das einzige Tier, das wir während der Führung entdeckten. Wir erfuhren gerade etwas über die Verwendung von Birkenblätter, als uns dieses wunderbare Wesen im Geäst auffiel. Ganz ruhig saß es da und machte keine Anstalten, wegzufliegen. Nur als wir weitergingen, da drehte es kurz den Kopf. Faszinierend!

 

Ja, diese Kräuterführung war auf jeden Fall sehr informativ und abwechslungsreich. Es gibt rechts und links des Weges so vieles zu entdecken. Danke, für den Blick darauf!

Ich habe mir viele Notizen und Bilder gemacht und werde nun alle Informationen in Ruhe verarbeiten. Jetzt bin ich auf jeden Fall erst einmal bestens informiert und habe einen Einstieg in das Thema "Wildkräuter" gefunden. Es fühlt sich an, wie der Beginn einer neuen Reise. Mal sehen wo sie hingeht...

 

Kennst Du Dich mit Kräutern aus? Welche Erfahrungen hast Du damit?

Erzähle mir doch davon!

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

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Kommentare: 1
  • #1

    Katharina (Donnerstag, 11 Mai 2017 16:00)

    Hallo Tanja,

    cool, eine Kräuterführung. Ich glaube, so eine muss ich auch mal machen!
    LG
    Katharina