Vom Sandkasten zum Blumenbeet - aus Alt mach Neu

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Vor vielen Jahren haben wir im Garten einen großen Sandkasten aufgebaut. Lange wurde er bespielt. Nun sind die Kinder aus dem Sandkastenalter raus und ich stand vor der Frage: Was soll mit dem Sandkasten passieren?

Klar, nagelneu ist er nicht mehr. Das Spiel der Kinder und das Wetter haben Spuren an ihm hinterlassen. Dennoch ist er gut erhalten und zu schade zum Entsorgen.

 

Bei der Gartenarbeit kam mir schließlich die rettende Idee: Warum den Sandkasten nicht zum Blumenbeet umfunktionieren?

 

Gemeinsam mit den Kindern habe ich am Wochenende die alten Sandförmchen aussortiert, den Sand gründlich gesiebt und die Spinnennetze in den Ecken entfernt.

Anschließend füllten wir drei große Säcke Erde hinein, mischten Kompost unter und machten uns an die Bepflanzung.

Wie Du auf dem Bild gut erkennen kannst, setzen wir vier selbstgezogene Tomatenpflanze ins Beet. Außerdem haben wir einige Kräuter (Thymian, Oregano, Petersilie und Dill) sowie zwei Reihen Salat gesät (Kopfsalat und Endivien).

 

Achtung: wir haben den Sandkasten bereits vor einigen Tagen bepflanzt. Sollte Dir die Idee gefallen, empfehle ich Dir, vorgezogen Kräuter und Blumen aus dem Gartenmarkt zu besorgen. Ansonsten kann es passieren, dass das Gemüse/die Kräuter vor dem Herbst nicht mehr reif werden.

 

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Damit wir einen Überblick haben, was wo gesät wurde, habe ich Kieselsteine mit wasserfester Farbe beschriftet. Das erleichtert später die Antwort auf die Frage: "Mama, was wächst denn da?"

 

Seit der Aussaat sind mittlerweile einige Tage vergangen und die ersten Keimlinge sind zu sehen.

Die Kinder haben an ihrem Beet große Freude und kümmern sich rührend darum. Sie schauen jeden Tag nach, was sich verändert hat und gießen an den heißen Tagen vorsichtig die kleinen Pflänzchen.

 

Diese pädagogischen Aspekte finde ich sehr wichtig. In Zeiten, in denen man im Supermarkt auch außerhalb der jeweiligen Saison ein umfangreiches Angebot erhält, werden Kinder häufig ohne das Wissen groß, wann welches Obst oder Gemüse bei uns wächst. Im Geschäft liegt alles mehr oder weniger frisch im Regal und man muss nur noch zugreifen. Doch wie viel Arbeit muss man investieren, bis man reife Tomaten ernten kann? Was passiert, wenn man Blumen im Sommer einige Tage nicht gießt? Wie wächst Salat? Und was kann man gegen Schnecken tun, die genau das fressen, was man selbst gerne ernten würde?

 

Beim Gärtnern können Kinder die Antworten auf diese Fragen selbst herausfinden. Ich glaube, dass sie dadurch ein besseres Verständnis für den Wert von Lebensmitteln bekommen. Vielleicht nicht unbedingt gleich im ersten Sommer, aber spätestens im nächsten Jahr, wenn der Sandkasten wieder neu bepflanzt wird. Denn eines ist klar: er wird uns noch einige Jahre begleiten...

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Jeanne (Dienstag, 04 Juli 2017 08:49)

    Liebe Tanja,
    was für eine geniale Idee- ich bin total begeistert!!
    ich finde es auch sehr wichtig, dass Kinder heutzutage noch einen Bezug zu den Nahrungsmitteln haben. (In den USA ergab eine Studie, dass ca 6 Mio der Amis glauben, Kakaomilch käme aus braunen Kühen- kein Witz!!! Leider :(

    Ich wünsche euch ganz viel Freude und viele tolle und wichtige Erfahrungen mit eurem "Mini-Hochbeet". Vor allem finde ich ganz wichtig, den Kindern das naturnahe Gärtnern beizubringen, also nicht gleich mit der Chemiekeule zuzuschlagen, wenn z.B. die Schnecken überhand nehmen....schließlich kann man sie einfach mit zerkleinerten Eierschalen und "Helix Tosta" (= homöopathische Globulis) abwehren!!!

    Alles Liebe
    Jeanne

  • #2

    Maria Widerstand (Mittwoch, 05 Juli 2017 08:55)

    Hallo Tanja!

    Was für eine großartige Idee, ich bin restlos begeistert und überlege mir gerade, ob jemand einen alten Sandkasten verschenkt ;-)

    lg
    Maria