Schwarz oder weiß? Was ist Dir lieber?

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Vor einigen Jahren bin ich während meiner Ausbildung auf einen Text aufmerksam geworden, der mich lange Zeit intensiv beschäftigt hat.

 

Doch irgendwann habe ich ihn im Trubel des Alltags aus den Augen verloren. Zufälle gibt es nicht, so meine Devise, und daher wundert es mich nicht, dass eben jener Text in den letzten Wochen gleich zweimal in mein Leben zurückgekehrt ist. Zwei Freundinnen haben mir, unabhängig voneinander, von ihm erzählt.

 

 

Ich habe den Text Anfang des Monats schon einmal in meinen Kraftbriefen verschickt. Da er mich so nachhaltig beschäftigt, möchte ich ihn heute auch auf meinem Blog teilen. Den ursprünglichen Verfasser kenne ich nicht, daher gebe ich die Geschichte in meinen eigenen Worten wieder:   

 

 

“Eines Tages ließ ein Professor seine Studenten einen Test schreiben. Er verteilte das Aufgabenblatt, auf dem lediglich ein schwarzer Punkt in der Mitte der Seite aufgedruckt war.
Die Studenten sollten nun aufschreiben, was sie sehen.

Am Ende sammelte der Professor alle Arbeiten ein und las die Antworten vor. Ohne Ausnahmen hatten alle Studenten über den schwarzen Punkt geschrieben, über seine Position auf dem Blatt, seine Größe usw.

Der Professor sprach daraufhin: "Niemand von Ihnen hat über den weißen Teil des Blattes geschrieben. Jeder hat sich nur auf den schwarzen Punkt konzentriert. So geschieht es auch in unserem Leben.
Wie oft sehen wir nur die schwarzen Punkte, die für gesundheitliche Probleme, Geldmangel oder Konflikte mit anderen Menschen stehen und vergessen dabei all das Weiße, all die Wunder, die uns täglich umgeben? Wann haben wir den Blick für das Positive verloren, für nette Gespräche mit anderen Menschen, das Lachen unserer Kinder, die Wunder der Natur?"

 

 

Diese Geschichte macht mich deshalb so nachdenklich, weil sie das zusammenfasst, was noch viel zu oft in meinem Kopf geschieht: Ich konzentriere mich zu sehr auf die Dinge in meinem Leben, die nicht optimal laufen. Ich gebe ihnen manchmal sogar soviel Raum, dass sie mir wertvolle Energie rauben. Am Ende nehme ich all das Positive in meinem Leben gar nicht mehr richtig wahr.

Geht es Dir auch so?

 

 

Dabei können wir diese Situation ganz einfach ändern.

Wir brauchen nur einen anderen Blickwinkel!

 

 

All die schwarzen Punkte gehören zu unserem Leben. Wir dürfen sie nicht ignorieren, denn sie sind ein Teil von uns. Doch es ist unsere Entscheidung:

 

 

Wollen wir uns mehr auf die schwarzen Flecken konzentrieren oder auf all die glücklichen Momente, die uns das Leben schenkt?

 

 

Meine Entscheidung steht fest!

Ich möchte den positiven Erlebnissen mehr Platz schenken. Damit mir das gelingt, führe ich seit einiger Zeit ein Dankbarkeitstagebuch.

Sicher hast Du schon davon gehört. Die Idee ist nicht neu, aber sehr effektiv.

Jeden Abend trage ich in dieses Buch meine schönsten Erlebnisse des Tages ein. Ich notiere, wofür ich dankbar bin, welche Momente mir das Herz erwärmt haben und wann ich mich eins mit mir selbst gefühlt habe. Manchmal wird mir erst beim Schreiben klar, dass die Tasse mit dem heißem Tee am Nachmittag für mich besonders wertvoll war.

 

Das Aufschreiben sorgt dafür, dass mir bewusst wird, wie viele positive Dinge mir im Laufe eines Tages doch geschehen. Ich bekomme dadurch aber auch einen besseren Blick dafür, was mir gut tut. Dieses Wissen kann ich an Tagen nutzen, an denen es mir nicht gut geht.

 

 

Wie sieht es bei Dir aus?

Worauf möchtest Du Dich in den nächsten Wochen konzentrieren?

Ist Dein Leben schwarz oder weiß?

Führst Du schon ein Dankbarkeitstagebuch?

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

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Kommentare: 10
  • #1

    Jeanne (Dienstag, 23 Januar 2018 22:10)

    Liebe Tanja,
    diese Geschichte hat mich im Kraftbrief, ebenfalls sehr beschäftigt!! Und du hast recht, viel zu oft stören wir uns an dem kleinen schwarzen Punkt, ohne für das viele Weiß dankbar zu sein. Ich führe zwar kein Tagebuch, so wie du, doch hab ich es mir zur Gewohnheit gemacht, jeden abend vor dem Einschlafen, mir 7 Dinge (weil dies meine Glückszahl ist) ins Gedächtnis zu rufen, für die ich dankbar bin. Was Anfangs richtig schwer fällt, wird wirklich zur Gewohnheit, und ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie gesegnet mein Leben inzwischen ist :)) (was, wie du ja weisst, nicht immer so war!) Und durch das Fokussieren auf das Positive ziehe ich auch immer mehr davon in mein Leben.
    Danke übrigens an dieser Stelle auch nochmal für deine tollen Kraftbriefe, aus denen ich ebenfalls schon sehr viel lernen konnte....
    Sei ganz herzlich von mir gegrüßt
    Alles Liebe

    Jeanne

  • #2

    Isabell (Mittwoch, 24 Januar 2018 20:07)

    Hallo Tanja!

    Diesen Text kannte ich noch nicht. Vielen Dank, dass du ihn hier mit uns teilst :-).

    Im Alltag bemühe ich mich immer, auch auf die kleinen Dinge zu achten. Die können manchmal so viel Freude bereiten und glücklich machen. Alles negative (solange es keine wirklich schlimmen Dinge sind) nehme ich wahr, versuche dann aber, nicht weiter darüber nachzudenken und mich auf andere, positive Dinge zu konzentrieren. Klar, gelingt das nicht immer. Es gibt auch Tage, da kommt alles auf einmal und dann kann man nicht mehr alles beiseite schieben.
    Was ich mir für die nächsten Wochen vorgenommen habe, verrate ich dir gerne. Es hat aus einem gewissen Blickwinkel tatsächlich auch mit deinem Thema zu tun ;-). :
    Du musst wissen, ich hasse Fotos von mir. Ganz selten finde ich mal eins wirklich richtig toll. Letztens habe ich gelesen, dass man sich im Spiegel anders wahrnimmt, weil alles verkehrt herum ist. Das ist das Gesicht, das man kennt und gewöhnt ist. Auf einem Foto kommt man sich darum fremd vor. Wenn man aber oft Fotos von sich macht, dann gewöhnt man sich angeblich daran, wie an das eigene Spiegelbild.
    Das teste ich jetzt.
    Heute habe ich meine erste Selfierunde gestartet. Zwar komme ich mir dabei ziemlich blöd vor, aber egal. Die Bilder, die ich nicht allzu schlimm finde, will ich auf Instagram posten. Wenn es klappt, dann sollte ich mich irgendwann mit meinem Foto-Ich angefreundet haben und die Selfies sich häufen :-).

    So, jetzt habe ich dich total zugetextet :-)!

    Liebe Grüße
    Isabell

  • #3

    Tanja@MeineKraftquelle (Donnerstag, 25 Januar 2018 20:06)

    Liebe Jeanne,
    ich habe vor vielen vielen Jahren einen Text gelesen, der mir zum Lebensmotto geworden ist: das Leben ist eine Waagschale, ein Gleichgewicht. Es gibt Zeiten, die sehr stressig sind. Danach folgen Zeiten, die sehr ruhig sind. Es gibt Tage, an denen wir vor Glück überschäumen und Tage, an denen einfach alles blöd ist. Ohne das eine, würden wir das andere gar nicht richtig schätzen können. So ist es auch mit den schwarzen Punkten und dem Weiß: es kann uns nicht immer gut gehen, es gehört zum Leben, dass es auch schwere Tage gibt. Umso wichtiger ist es, dass man die hellen Tage wahrnimmt und zu schätzen lernt!

    Jeden Abend an die schönsten Momente des Tages zu denken, das ist eine tolle Alternative zum Schreiben (ist ja nicht jedermanns Sache, sich jeden Abend Notizen zu machen, aber denken, das können wir alle!). Dadurch sind die angenehmen Träume so gut wie sicher. ;-)


    Liebe Isabell,
    vielen Dank für deinen offenen Worte. Da muss ich ein wenig an Jeannes Worte denken: am Anfang ist es schwierig, doch irgendwann hat man sich daran gewöhnt. Sicher wird es mit deinen Selfies auch so sein.
    Ich bin schon fleißig bei Instagram am Klicken, damit ich dein erstes Foto ja nicht verpasse. ;-)
    Mir geht es auch so, dass ich auf Fotos von mir oft denke: oh Himmel, sehe ich etwa SO aus? Hilfe! Da beruhigt es mich auch nicht, dass mir Freunde bestätigen, dass ich wirklich so aussehe.
    Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie es mit deinem Versuch weitergeht! Ich drücke dir fest die Daumen und schicke dir eine große Portion Mut!
    Und wenn ich das mal kurz anmerken darf: auf den Fotos, die ich von dir kenne, siehst du äußerst sympathisch, nett, offen und freundlich aus!



    Liebe Grüße an euch zwei und lieben Dank für eure Worte!

    Tanja

  • #4

    Mira (Samstag, 27 Januar 2018 09:32)

    Liebe Tanja,
    dieser Text hat mich schon durch die gesamte Woche begleitet und ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich lieber das Weiße sehen möchte. Allerdings war der schwarze Punkt bei mir in dieser Woche leider nicht gerade klein {Sorge um den Job und damit um die Existenzt}, und so ließ er sich auch nicht so leicht übersehen. Doch immerhin bin ich zuversichtlich, dass der schwarze Fleck in den nächsten Tagen wieder kleiner wird.
    Hab dank für deine Texte. Sie tun mir gut und ich stöbere gern auch in früheren Einträgen.
    Liebe Grüße
    die Mira

  • #5

    Heike (Samstag, 27 Januar 2018)

    Hallo Tanja,
    ich kenne das sehr gut, Schwarz oder Weiß, man muss sich immer für eine "Seite" entscheiden. Durch viel Achtsamkeit wird aus Schwarz und Weiß langsam bunt. Es ist nicht immer einfach, den kleinen Dingen die Achtsamkeit zu gewähren, weil man immer sie so selbstverständlich nimmt.
    Danke für den Tipp mit dem Dankbarkeitstagebuch, probiere ich auf jeden Fall mal aus.

    Liebe Grüße, Heike

  • #6

    Pia (Samstag, 27 Januar 2018 13:09)

    Genau dieses Bild habe ich in den letzten Tagen per WhatsApp Video erhalten und gerne weitergeleitet. In ähnlicher Form gibt es ja diverse Texte die sehr zum nachdenken anregen. Ich bin ein positiver Mensch, aber manchmal vergeht auch mir das Lachen in dieser Welt.
    L G Pia

  • #7

    Tanja@Meine Kraftquelle (Samstag, 27 Januar 2018 19:45)

    Liebe Mira,
    auch wenn bei dir gerade das Schwarze überwiegt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich alles klären wird und du dich wieder leichter auf all das Gute in deinem Leben konzentrieren kannst!
    Existenzsorgen sind heftig, doch ich bin mir sicher, dass sich alles zum Positiven wenden wird! Verliere den Glauben nicht und tue dir trotz der schweren Zeit bitte etwas Gutes! Hast du schon meinen Beitrag "Erste Hilfe an blöden Tagen" gelesen? Du findest ihn in der Rubrik "Meine Kraftquelle". Vielleicht kannst du dir da ein wenig neue Energie rausziehen?


    Liebe Heike,
    toll, dass du das Dankbarkeitstage ausprobieren möchtest. Vielleicht magst du uns nach einiger Zeit mal berichten, ob und wie du damit zurecht gekommen bist?
    Ich wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung. Der Gedanke einer bunten Welt gefällt mir sehr gut!


    Liebe Pia,
    ich finde es witzig, dass du diesen Text erst vor ein paar Tagen auf das Handy bekommen hast und nun im Blog wiederfindest. Zufälle gibt es.... ;-)
    Ja, auch als grundsätzlich positiver Mensch ist es manchmal schwer, sich auf das Gute im Leben zu konzentrieren. Aber gerade dann, wenn die Welt völlig verrrückt zu spielen scheint, ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die positiv vorangehen!!!

    Seid von mir lieb gegrüßt,
    Tanja

  • #8

    Isabell (Samstag, 03 Februar 2018 19:20)

    Haha! Jaaa ... das will man ja auch nicht hören, dieses: Ja, so siehst du nun mal aus ;-).
    Und vielen Dank liebe Tanja für die Blumen :-).
    Liebe Grüße
    Isabell

  • #9

    Wolfgang Nießen (Donnerstag, 04 Oktober 2018 15:18)

    Liebe Tanja,
    auf den ersten Blick wird mir der Sinn des schwarzen Punktes nicht ersichtlich, insbesondere nicht, warum er negativ besetzt ist. Was ist an einem Punkt, der die Farbe schwarz hat negativ? Überhaupt ist mir nicht klar, warum schwarz dieses Image hat, schließlich ist schwarz die Farbe, die alle anderen Farben enthält, denn wenn ich alle Farben mische, erhalte ich irgendwann schwarz.
    Ich hätte diesen Punkt als Singularität aufgefasst und niemand weiß, was dahinter liegt, wenn überhaupt etwas dahinter ist, aber, wenn, dann kann das auch etwas sehr Positives sein, man muss lediglich hindurch gehen, was aber ganz sicher ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang wäre.
    Ich wünsche Dir nochmals eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  • #10

    Tanja@MeineKraftquelle.de (Freitag, 05 Oktober 2018 14:42)

    Hallo Wolfgang,

    für mich ist der "schwarze Punkt" ein Symbol. Es ist nicht die Farbe schwarz, die im Mittelpunkt steht, sondern das negative Denken. Natürlich könnte der Punkt auch lila oder grün sein.

    Das ganze Leben ist ein Abenteuer und selten wissen wir, wie es weitergeht, wenn wir einen bestimmten Weg einschlagen. Aber gerade das macht das Leben ja so spannend.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Habe vielen Dank für Deinen Kommentar.

    Viele Grüße von
    Tanja