6 Gründe, warum Du Dir mit ständigem Jammern nur selbst schadest

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Du kennst das bestimmt: Dir fährt der Bus vor der Nase weg, am Wochenende regnet es wie aus Kübeln und die Kollegin wälzt wieder die ganze Arbeit an Dich ab.

 

Da tut es gut, wenn Du Dir den Frust von der Seele reden kannst. Im besten Fall bekommst Du von Deinem Gegenüber Bestätigung und Mitleid, was in so einer Situation ungemein gut tut. Häufig ist danach die Welt wieder in Ordnung. Hin und wieder zu jammern, gehört zum Leben.

Wer aber ständig jammert, läuft Gefahr, in einer Sackgasse zu landen.

 

Langfristig gesehen, löst man dadurch keine Probleme und verändert weder Menschen noch Situationen. Oder hast Du schon einmal erlebt, dass der Regen durch Dein Jammern schlagartig aufgehört hat?

 

Vielleicht runzelst Du an dieser Stelle die Stirn und möchtest mir widersprechen. Ok, lass uns aber zunächst die folgenden Punkte näher anschauen.

 

 

So schadest Du Dir durch

ständiges Jammern

 

  •  Wenn Du ständig mit allen möglichen Menschen über Deine Probleme redest, richtest Du Deinen Fokus auf das, was nicht funktioniert. Dadurch verstärkst Du die Problematik. Dein Blick ist nicht mehr frei, um Lösungen zu erkennen. Stattdessen drehen sich Deine Gedanken im Kreis und Du fühlst Dich klein, hilflos, abgelehnt...
  • Jammern ist eine gute Methode um davon abzulenken, dass Du aktiv gegen die ungewollte Situation angehen kannst. Um eine Veränderung zu bewirken, brauchst Du Mut und musst bereit sein, an Dir zu arbeiten. Davor schrecken viele Menschen zurück. Doch wer bereit für eine Veränderung ist, hat auch immer die Chance, dass sich eine Situation bessert oder sich zumindest neue Wege auftun.
  • Aus dem ständigen Jammern wird schnell eine neue Gewohnheit. Der Mensch mag Routine. Wenn Du oft genug über das Wetter geschimpft hast, verlierst Du  Deinen positiven oder zumindest neutralen Blick und schimpfst auch dann, wenn das Wetter mal nicht schlecht ist.
  • Hast Du schon bemerkt, dass Jammern ansteckend ist? Teste es doch einmal! Wenn Du beginnst zu Jammern, beginnt Dein Gegenüber auch damit (oder umgekehrt). Ehe Ihr Euch verseht, versucht Ihr Euch gegenseitig zu übertrumpfen. Wem mag es wohl schlechter gehen? Wer leidet mehr unter dem heißen Wetter? Wer hat den unordentlichsten Partner? Meist läuft das unbewusst ab. Die negativen Auswirkungen wirst Du aber deutlich spüren.
  • Bist Du gerne mit Menschen zusammen, die ständig unzufrieden sind? Nein? Warum sollten dann andere Menschen gerne mit Dir zusammen sein, wenn Du ständig an allem etwas auszusetzen hast? Ganz ehrlich, auf Dauer gesehen, werden sie von Dir genervt sein und den Kontakt zu Dir meiden. Möchtest Du das wirklich?
  • Ständiges Jammern setzt Dich unter Stress und schadet dadurch Deinem Körper. Du kannst das nicht glauben? Dann versuche doch einmal alles und jeden zu kritisieren und dabei entspannt zu bleiben! Gelingt Dir das? Also, mir nicht! Mein Herz schläft heftig, mein Puls ist hoch und ich bin unruhig. Mein Körper steht unter Anspannung. Du kannst Du bestimmt vorstellen, was passiert, wenn dieser Zustand nicht nur gelegentlich, sondern ständig auftritt...

 

 

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Ok, und wie kannst Du Dir das ständige Jammern abgewöhnen?

 

  • Frage Dich, was das Gute an der Situation ist. Nichts immer nur schlecht. Es gibt auch Vorteile. Du möchtest ein Beispiel? Kein Problem! Wochenende regnet es heftig? Die geplante Radtour fällt dadurch zwar sprichwörtlich ins Wasser, aber dafür kannst Du ohne schlechtes Gewissen den Nachmittag auf dem Sofa verbringen und endlich in Deinem neuen Buch lesen.
  • Überlege Dir, was Du Dir stattdessen wünschst und werde dann aktiv. Dich stören die Socken Deines Partners auf dem Fußboden? Stattdessen möchtest Du, dass er seine Schmutzwäsche in den Wäschekorb wirft. Hervorragend, schon bist Du einen Schritt weiter. Fehlt nur noch, dass Du Deinem Partner Deinen Wunsch mitteilst.
  • Erlaube Dir das Jammern, aber tue es bewusst. Lege eine feste Zeit dafür fest, z.B. fünf Minuten. Stelle Dir den Wecker und los geht es! In dieser Zeit kannst Du jammern soviel Du magst. Doch nach den fünf Minuten ist Schluss. Teste es aus! Du wirst überrascht sein.
  • Sei dankbar! Mache Dir bewusst, was Du alles hast: eine schöne Wohnung, vielleicht ein eigenes Haus, gesunde Kinder, einen liebevollen Ehemann, ein geliebtes Haustier, einen schönen Garten, einen guten Beruf, ein sicheres Einkommen, Gesundheit...

Im Leben läuft nicht immer alles optimal. Manches geht auch schief und wir sind frustriert. Das ist aber noch lange kein Grund, in einem Jammertal zu versinken.

 

 

Wie ist Deine Einstellung zum Jammern?

Erzähle mir davon!

Und wenn Du oft von jammernden Mitmenschen genervt bist, kann Dir mein Beitrag "Nerven Dich Menschen, die ständig jammern?" helfen.

 

 

Herzliche Grüße von   

 

Tanja

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Kommentare: 2
  • #1

    Jeanne (Dienstag, 18 September 2018 10:14)

    Liebe Tanja,
    was für ein toller Beitrag!! Und ich glaube, ich weiß, weshalb du ihn geschrieben hast *grins*. Aber du hast recht, wir jammern auf einem ganz hohen Niveau. Das beweist doch aber wiederum, dass es uns verdammt gut geht. Oder frag mal Menschen in Krisengebieten, ob ihnen das Wetter zu schlecht, das Auto zu klein, oder die Wohnung zu unmodern ist? Oder einen Krebskranken, der nur noch wenige Monate zu leben hat?? Auch wenn das jetzt vielleicht Extrembeispiele sind, so führen sie einem doch vor Augen, wie gut wir es doch haben!! Dazu eine kleine Anekdote: vor ein paar Jahren wurde in einem Freiburger Eiscafé die Deko-Eistüte vor dem Geschäft geklaut. Diese Meldung schaffte es sogar bis ins Radio!! (Kein Witz) Meine Cousine wohnt zufällig in dieser Straße und ihr Mann, ein Brasilianer, verstand damals die Welt nicht mehr und meinte nur: "In unserem Land haben wir korrupte Politiker, Millionen von Menschen, die in Favelas leben, und eine gewaltige Umweltzerstörung ....und euch Deutsche beschäftigt eine geklaute Eistüte!? Wie gerne hätten wir eure Probleme!!"......
    Mehr muss man wohl dazu nicht sagen....
    In diesem Sinne ganz liebe Grüße

    Jeanne

  • #2

    Tanja@MeineKraftquelle.de (Freitag, 21 September 2018 12:36)

    Liebe Jeanne,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich freue mich sehr darüber!

    Das Thema "Jammern" geht mir schon seit längerem immer mal wieder durch den Kopf. Ich kann es oft nicht verstehen, dass wir uns über vermeintliche Kleinigkeiten aufregen, siehe auch das Beispiel mit der Eistüte (krass, worüber Menschen sich lange aufregen können!).
    Wenn wir diese Energie sparen und an anderer Stelle einsetzen würden, könnten wir die Welt ganz schnell zu einem besseren Ort machen. Es könnte so einfach sein....

    Doch wie bei allem im Leben, gibt es für die Menschen, die viel jammern, auch einen guten Grund, warum sie das tun (darüber hatte ich auch schon einmal geschrieben; es ist einer der meistgelesensten Beiträge auf dem Blog!).

    Vielleicht bemerkt der ein oder andere mit der Zeit, dass es zwar zunächst anstrengend ist, die positiven Seiten an den Dingen zu suchen, dass es sich aber auszahlt! Das jedenfalls ist mein Wunsch.

    Ganz liebe Grüße an Dich!
    Tanja