Das Universum kann mich mal!

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Es gibt Tage, an denen habe ich die Nase gestrichen voll. Tage, an denen einfach alles schief läuft.

Nichts scheint richtig zu klappen, alles läuft anders als geplant  und selbst den Tag mit positiven Gedanken zu betrachten,  scheint nicht zu funktionieren.

Es sind die Tage, an denen mein Herz durcheinander ist und mein Kopf sich anfühlt, als würde er gleich Platzen. Ich habe zuviel darüber nachgedacht, wie ich Ordnung ins Chaos bringen kann.

 Ich glaube daran, dass das Universum einem nur die Aufgaben stellt, die man bewältigen kann. Doch manchmal denke ich mir einfach nur: Das Universum kann mich mal!

 

Hin und wieder werden uns Aufgaben gestellt, damit wir lernen mit bestimmten Herausforderungen umzugehen. Kennst Du es auch, dass Dir immer wieder ein bestimmtes Thema begegnet? Und zwar solange, bis Du es für Dich lösen konntest?

 

Mir geht es gerade so. Es gibt in meinem Umfeld zwei Menschen, die derart negativ gestimmt sind, dass ich ihnen nur noch ratlos entgegen treten kann. Sie sehen grundsätzlich in allem etwas Schlechtes. Nichts scheint man ihnen recht machen zu können. Das Wetter ist zu warm bzw. zu kalt. Das Mittagessen ist zu fettlastig oder zu mager. Die Arbeit ist zuviel bzw. absolut langweilig. Egal, um was es geht, der Blick ist rein negativ. Kennst Du auch solche Menschen?

Ich bin von Grund auf ein positiv denkender Mensch und glaube, dass in allem etwas Gutes steckt (und sei es nur, dass ich am Ende etwas Neues gelernt habe). Darum fällt mir der Umgang mit negativ denkenden Menschen schwer. Die Begegnung mit ihnen raubt mir unheimlich viel Kraft.

 

Da ich im Moment mit diesen beiden Menschen mehr Kontakt als sonst habe, glaube ich, dass mir das Universum eine neue Lernaufgabe geschickt hat. Ich darf lernen, wie ich mit diesen Menschen umgehe, wie ich meine Bedürfnisse achte und meine Grenzen ziehe, wenn es nicht mehr anders geht.

 

Doch an manchen Tagen wird es mir zu viel. Da mag ich mich diesen Herausforderungen nicht mehr stellen. Viel lieber möchte ich meinen Kopf unter die Decke stecken, einfach nichts hören oder sehen und warten, bis sich die Welt wieder beruhigt hat. Leider klappt das nur bedingt. Das Universum lässt keine Flucht zu. Die Herausforderung verschiebt sich lediglich, bis wir wieder bereit sind uns ihr zu stellen.

Was aber kann ich tun, wenn ich für den Moment genug habe?

 

 

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1. Bewusstsein

Ich mache mir bewusst, welche Aufgaben gerade an mich gestellt werden. Wenn ich weiß, dass ich mich mit negativ denkenden Menschen auseinandersetzen muss, kann ich auch aktiv werden und mir überlegen, wie ich mit diesem Thema umgehen möchte. Ich kann mir Literatur besorgen, kann im Internet nach Tipps suchen oder mir bewusst machen, wie ICH mich gegenüber dem anderen Menschen verhalte. Ich kann mir überlegen, wie ich mich beim nächsten Mal verhalte und mir gar eine Strategie ausdenken. Das alles ist leichter, wenn ich mir den Tatsachen bewusst bin und mich nicht blind treiben lasse.

 

 

2. Die eigenen Kraftquellen nutzen

Wenn ich an mir arbeite, nach neuen Wegen suche und mich persönlich weiterentwickle, kostet mich das viel Kraft. Das sind die Momente, in denen ich denke: Das Universum kann mich mal.

Ich habe das Bedürfnis nach einer Pause und versuche mir ein wenig Ruhe zu gönnen. Dafür ist es hilfreich, wenn ich meine Kraftquellen kenne und nutze.

Je nachdem, wonach mir ist, mache ich einen langen Waldspaziergang, lese ein gutes Buch oder gönne mir ein paar Stunden in der Therme.

Kennst Du Deine Kraftquellen?

 

 

3. Unterstützung holen

Manche Themen berühren mein Inneres. Ich bin gezwungen, mich mit mir selbst auseinander zu setzen, auf alte Verhaltensmuster oder Punkte zu schauen, die ich nicht sehen möchte (wer sieht schon gerne, dass er nicht perfekt ist?).

Manchmal kommen in mir aber auch Erinnerungen an Dinge, die mich in der Vergangenheit verletzt oder in anderer Form negativ geprägt habe.

In solchen Momenten hilft es mir, wenn ich das Gespräch mit einer guten Freundin suche, die mir eine ehrliche Rückmeldung gibt, mir zuhört oder mich tröstend in den Arm nimmt.

 

Anmerkung: In Fällen, die einen sehr tief beschäftigen oder aus denen man keinen Ausweg findet, kann es auch hilfreich sein, einen Therapeuten aufzusuchen. Er bzw. sie kann mit ein wenig Begleitung und Unterstützung beim Lösen des Themas helfen.

 

 

Das Universum kann mich zwar derzeit mal, aber ich weiß, dass ich einiges für mich tun kann. Also gilt für mich: neue Kraft tanken und dann geht es weiter!

 

 

Wie sieht es bei Dir aus?

Stellt Dir das Universum auch gerade zu viele Aufgaben auf einmal?

Wie gehst Du damit um?

 

 

Herzliche Grüße von   

 

Tanja

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Kommentare: 2
  • #1

    Jeanne (Sonntag, 28 Oktober 2018 11:06)

    Liebe Tanja,
    welch ein genialer Beitrag. Allein schon die Überschrift ;-) Du hast wirklich alles perfekt zu diesem Thema zusammengetragen und auf den Punkt gebracht. Ich werde gerade auch wieder mit dem Thema "Jammern" auf Schritt und Tritt verfolgt. Ein Bekannter von mir kann z.B. nichts anderes als Jammern. Automatisch hat man das Gefühl, dass man (ausgestattet mit einem entsprechenden Helfersyndrom) stets mit hiflreichen Tipps aushelfen muss. Nur, um hinterher durch die Blume gesagt zu bekommen: "Ach, Jeanne, du quatschst einem immer so voll mit deinen vielen Tipps!!".... Konsequenz: ich MUSS mich nicht mit solchen Menschen treffen, dafür rauben sie mir viel zu viel Energie. Hinterher fühle ich mich jedesmal so ausgelaugt, als wäre ich eine Langstrecke gelaufen.....
    Schwieriger sieht es allerdings aus, wenn diese Jammerer nicht nur Bekannte sind, sondern vielleicht sogar zum engsten Familienkreis zählen. Da hast du mal wieder den schwierigeren Part abbekommen....Aber wie ich dich kenne, wirst du auch das für dich lösen und daran wachsen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür.
    Fühl dich ganz doll gedrückt
    Alles Liebe

    Jeanne

  • #2

    Tanja@MeineKraftquelle.de (Sonntag, 28 Oktober 2018 19:01)

    Liebe Jeanne,

    vielen lieben Dank für Dein Kompliment zu meinem Beitrag. Da werde ich glatt rot. Zum Glück sieht das hier niemand! ;-)

    Das ist das schwierige mit Menschen, die städig jammern: du kannst ihnen soviel zuhören wie Du magst, Du kannst ihnen Lösungsmöglichkeiten vorschlagen oder versuchen die Gespräche so zu leiten, dass sie eigene Ideen für mögliche Lösungen entwickeln können. Aber: wenn diese Menschen nicht wollen, dann ist es nur vergeudete Energie Deinerseits. Deshalb fühlst Du Dich danach auch so ausgelaugt. Ich kenne dieses Gefühl. Da hilft es nur, wenn man sich selbst fragt, wie man das beste aus der Situation machen kann, Grenzen zu ziehen und sich vielleicht manchmal auch zu fragen, ob man diesen Kontakt weiter pflegen möchte. Manchmal ist es auch an der Zeit, Dinge loszulassen...

    Ich bin mir sicher, dass Du ebenfalls Deinen Weg finden wirst!
    Sei ganz lieb von mir gegrüßt!
    Liebe Grüße von
    Tanja