Steckst Du im Alltagstrott fest oder lebst Du schon?

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Kommt es Dir manchmal so vor, als würdest Du im Alltagstrott  feststecken?

Überrennt Dich manchmal der Alltag und Du weißt nicht mehr, wo Dir der Kopf steht?

Ist Dir manchmal alles zuviel und Du hast das Gefühl, dass Du dringend Urlaub brauchst?

Du hast keine Ahnung, wie Du diesen Kreislauf durchbrechen sollst?

Ich kann Dich absolut verstehen, denn es gibt Tage, an denen es mir auch so geht. Gestern zum Beispiel.

 

Die Spülmaschine musste dringend ausgeräumt werden, der Boden war staubig, der Esstisch krümelig, der Wäschekorb randvoll und der Kühlschrank dafür erschreckend leer. Die Fenster mussten auch dringend geputzt werden.

Ich spürte, wie ich bei dem Gedanken an all die Arbeit schlechte Laune bekam. Soviel war zu erledigen und die Zeit so entsetzlich kurz.

Wo sollte ich nur anfangen? Und wie sollte ich das nur alles schaffen bis die Kinder aus der Schule kamen? Nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben stand zudem noch ein Zahnarzttermin an und neue Turnschuhe für den Schulsport mussten wir auch dringend besorgen.

Ehe ich mich versehen würde, wäre es Abend und an der Zeit müde ins Bett zu fallen. Das sollte mein Tag gewesen sein?

 

Wie schön wäre es doch, dem Alltagstrott entfliehen zu können. Sich nicht um die ganze Arbeit kümmern zu müssen, sondern Zeit für mich zu haben! Zeit, um all die Dinge tun zu können, die mir Freude machen...

 

Als ich an diesem Tag den Boden im Wohnzimmer wischte, frage ich mich:

 

 

Was hält mich eigentlich davon ab, genau das zu tun, was mir Freude macht?

Wer zwang mich überhaupt dazu, diesen Berg von Hausarbeit zu erledigen und im Alltagstrott festzustecken?

 

 

Meine Familie war es sicher egal, ob ich die Betten heute oder morgen frisch beziehe. Die Kindern würden die staubigen Fenster bestimmt nicht bemerken, und ob die Oberflächen der Küchenschränke frisch poliert waren, dürfte den Mann herzlich wenig interessieren.

Was meiner Familie aber ganz sicher nicht egal sein dürfte, ist meine Laune. Wenn ich am Abend von der ganzen Arbeit frustriert und gereizt bin, dann merken sie es ganz sicher - und es wird unsere gemeinsame Familienzeit negativ beeinflussen.

 

An jenem Tag hielt ich im Putzen inne. Mein Blick fiel auf die schmutzigen Fenster.

 

 

Konnte es sein, dass ich mir den ganzen Stress selbst machte?

 

 

Ja, das war es! Ich alleine war dafür verantwortlich, dass ich im Alltagstrott feststeckte! Niemand sonst!

 

Entschlossen ließ ich den Putzlappen sinken, schnappte mir meine Jacke und tat das, was ich viel öfter machen sollte: Ich machte einen langen Spaziergang!

 

 

Ich spürte die Sonne auf meiner Haut und den Wind in meinen Haaren.

Ich hörte die Gänse in der Ferne rufen.

Lief über Gras, Steine und raschelndes Laub.

Ich atmete tief ein, spürte die frische und kühle Luft in meinen Lungen und das Glück in meinen Herzen.

Ja, das war die richtige Entscheidung gewesen.

 

 

Natürlich waren die Fenster nach meiner Rückkehr noch immer schmutzig und auch die Wäsche wartete auf mich warten. Doch ich wusste, dass ich nach diesem Spaziergang mit neuer Kraft an die Arbeit gehen konnte.

Ich würde mich an diesen Spaziergang erinnern, nochmals die Sonne auf der Haut spüren und das Gefühl der Freiheit, als ich tief und bewusst eingeatmet hatte.

 

 

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Wenn Du im Alltagstrott feststeckst, gibt es 3 wertvolle Schritte, die Du gehen kannst:

 

 

1. Hole Dir Hilfe!

Du musst nicht alles alleine bewältigen! Schon Kindergartenkinder können beim Ausräumen der Spülmaschine helfen, den Müll nach draußen bringen oder den Esstisch abräumen. Wenn Dein Partner nach der Arbeit am Supermarkt vorbei kommt, könnte er beispielsweise den Einkauf erledigen.


Vielleicht kannst Du Dir auch eine Putzfrau leisten? Sie könnte Dir z.B. die Fenster putzen, die Wäsche bügeln oder den Boden wischen. Falls Du mit Deinem Geld haushalten musst, könntest Du sie auch nur alle zwei Wochen oder gar einmal im Monat in Deinen Haushalt kommen lassen.

 

 

2. Setze Prioritäten

Frage Dich hin und wieder: muss diese Arbeit unbedingt jetzt erledigt werden? Ist es wichtig, dass der Boden heute gewischt wird oder kann das auch bis morgen warten?

Hilfreich kann es sein, für die Hausarbeit feste Tage zu legen. So könntest Du jeden Montag und Freitag Wäsche waschen, Mittwoch den Boden wischen, Donnerstag den Wocheneinkauf erledigen usw.

Das sorgt dafür, dass Du einen Überblick behälst und keine wichtigen Arbeiten vergisst.

 

 

3. Plane Auszeiten ein

Überlege, was Dir gut tut. Was schenkt Dir neue Kraft? Wo im Tagesgeschehen kannst Du Dir eine Auszeit gönnen?

Möglicherweise bleibt Dir zweimal in der Woche nach der Arbeit eine Stunde Zeit, die Du für einen Spaziergang nutzen kannst. Oder Du hast nachmittags eine Stunde, in der die Kinder im Sport sind und Du Dir ein heißes Wannenbad gönnen kannst.

Plane Dir diese Auszeiten fest ein, damit Du sie nicht vergisst. Am besten trägst Du sie in Deinen Terminkalender.

 

 

Steckst Du im Alltagstrott fest oder lebst Du schon?

 

Herzliche Grüße von   

 

Tanja

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Jeanne (Dienstag, 15 Januar 2019 20:35)

    Liebe Tanja,
    :
    oh ja, dieses Gefühl kenne ich nur zu gut: die nicht enden wollenden Alltagspflichten; gerade heute hatte ich wieder so einen Tag. Ich stand gefühlt den ganzen Tag in der Küche, und der Berg wurde irgendwie nicht weniger. Die Katzen hatten zudem überall ihr Katzenstreu in der Wohnung verteilt, kurzum, es sah aus, wie S.... und meine Laune war entsprechend im Keller. Ich schnappte mir die Jacke und die Tochter und zwang uns zu einem Spaziergang, bei dem wir sogar Augenzeugen eines Kaminbrandes wurden. Wieder zu Hause, war die schlechte Laune verflogen und unsere Gedanken kreisten nur noch um die Bewohner des Hauses, denen zum Glück nichts passiert ist. ...Darüber hinaus konnten wir auch noch einen spektakulären Sonnenuntergang betrachten. Die Hausarbeit ging mir danach umso leichter von der Hand und ich nahm mir fest vor, dies viel öfter zu tun. ...Früher fühlte ich mich angesichts der massiven Hausarbeit oft ohnmächtig, doch zum Glück sehe ich heute vieles gelassener. Früher hätte ich bestimmt nicht alles stehen und liegen gelassen, sondern hätte das Haus erst auf Hochglanz poliert und im Dunkeln verlassen!! Ja, so blöd war ich!!!
    Vielen Dank für den nötigen "Anstoss" wieder mehr auf sich selbst zu achten.
    Herzliche Grüße und eine entsprechend entschleunigte Woche wünscht dir

    Jeanne

  • #2

    Tanja@MeineKraftquelle.de (Donnerstag, 17 Januar 2019 19:04)

    Liebe Jeanne,
    ach du Schande, ein Kaminbrand? Das ist schrecklich! Zum Glück ist niemand verletzt worden, doch der Schreck und der Schaden sind sicher groß. Die armen Leute!
    Wie klein erscheint da manchmal das, was uns beschäftigt!

    Schön ist es, dass Du mittlerweile dem Trott ein Ende machen kannst und das Haus verlässt, auch wenn es nicht perfekt aufgeräumt ist. Irgendwo habe ich mal den schönen Spruch gelesen, dass sicher niemand das Ziel hat, dass auf seinem Grabstein mal stehen wird: "hatte immer einen perfekt geführten Haushalt". Vielmehr wünschen wir uns doch alle (mehr oder weniger bewusst) ein erfülltes Leben mit den Dingen, die uns gut tun und glücklich machen.
    Darum: weg mit dem Stress und Perfektionsgedanken und her mit der Lebensfreude.

    Ich denke, dass Du da schon einen guten Weg gefunden hast und gut für Dich sorgst!

    Alles Liebe von
    Tanja