Jungvogel am Boden? Was Du jetzt am besten unternimmst

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Vor einigen Tagen habe ich im Park ein kleines Vogelkind entdeckt. Es saß an der Parkmauer am Boden und gab Geräusche von sich, die mir schier das Herz brachen.

Am liebsten hätte ich es mit nach Hause genommen und es aufgepäppelt, denn mein erster Gedanke war, dass es bei den ersten Flugversuchen gegen die Mauer geflogen war und nun Hilfe brauchte.

Doch irgendwie war ich mir unsicher. Daher kontaktierte ich eine befreundete Tierärztin und sprach mit einer Frau, die zufällig vorbeikam und sich gut mit Vögeln auskannte. Beide rieten davon ab, das Vogelkind mit nach Hause zu nehmen und hatten gute Erklärungen dafür.

 

Damit auch Du in einer solchen Situation besser beurteilen kannst, ob menschliches Eingreifen sinnvoll ist oder nicht, habe ich für Dich die wichtigsten Informationen zusammengetragen.

 

Der Jungvogel ist sichtbar krank oder verletzt, hat z.B. eine blutende Wunde oder einen verletzten Flügel

 

In diesem Fall solltest Du einen Tierarzt oder den Vogelschutz informieren. Dort kann man Dir genau sagen, wohin Du den Vogel bringen sollst und was eventuell für den Transport zu beachten ist.

 

 

Der Vogel ist gegen eine Fensterscheibe geflogen, hat aber keine sichtbaren Verletzungen

 

Vermutlich hat der Vogel eine Gehirnerschütterung. Anders als wir Menschen erholen sich Vögel davon ziemlich rasch. Lasse ihn am besten an dem Platz sitzen und beobachte ihn 2-3 Stunden. Oft geht es den Tieren nach dieser Zeit wieder besser und sie können davonfliegen.

Sollte der Vogel auch nach einigen Stunden nicht zu Kräften kommen, kontaktiere bitte einen Tierarzt oder den Vogelschutz, damit Du das weitere Vorgehen abklären kannst.

 

 

Der Vogel ist unverletzt und gibt immer wieder Geräusche von sich

 

Manche Jungvögel verlassen ihr Nest, bevor sie fliegen können. Für einige Tage leben sie am Boden, werden in dieser Zeit aber von ihren Eltern weiter gefüttert. Mit ihrem Rufen machen sie auf sich aufmerksam.

Diese Geräusche sorgen aber nicht nur dafür, dass die Eltern den Jungvogel finden, sondern ziehen auch die Aufmerksamkeit von Katzen oder Menschen auf sich. Das ist eine sehr  gefährliche Zeit für den kleinen Vogel.

 

Solltest Du einen solchen Vogel finden, dann lasse ihn am besten an seinem Platz. Einzige Ausnahme ist, wenn sich der Kleine einen gefährlichen Ort ausgesucht hat, etwa eine vielbefahrene Straße. In dem Fall kannst Du ihn vorsichtig umsetzen. Da Vögel einen anderen Geruchssinn als wir Menschen haben, werden ihn seine Eltern dennoch weiter füttern.

 

Um ganz sicher zu gehen, kannst Du den Jungvogel aus sicherer Entfernung beobachten. Sehr wahrscheinlich wirst Du bald seine Eltern sehen, die mit neuer Nahrung zu ihm fliegen. Beachte jedoch, dass Du weit genug von dem Vogelkind entfernt bist und Dich ruhig verhälst, sonst werden die Vogeleltern erst einmal nicht kommen, sondern warten, bis Du gegangen bist.

 

Mitnehmen solltest Du den kleinen Vogel nicht. Zum einen ist es schlichtweg verboten, Wildvögel mit nach Hause zu nehmen (es sei denn, sie sind verletzt), zum anderen sind seine Überlebenschancen in Gefangenschaft geringer, als in der freien Natur, wo sich seine Eltern um ihn kümmern können. Wusstest Du etwa, dass ein Vogel je nach Alter unterschiedliche Nahrung bekommt? Einfach nur ein paar Regenwürmer füttern genügt nicht. Und denke einmal an das Auswildern!

 

Solltest Du dennoch unsicher sein, empfehle ich Dir auch in diesem Falle einen Tierarzt oder eine Vogelschutzgruppe anzurufen. Sie können Dir weitere Informationen geben.

 

 

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Das oben erwähnte Vogelkind habe ich übrigens an Ort und Stelle gelassen und eine Weile aus sicherer Entfernung beobachten. Irgendwann konnte ich den Ruf einer Krähe hören. Das Kleine hat geantwortet und wenig später kam ein Elternteil und fütterte das Vogelkind.

Es war also alles gut! Abwarten und sich in Geduld üben, ist manchmal das Beste, was man machen kann.

 

Hast Du schon einmal einen Jungvogel gefunden?

 

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

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Kommentare: 2
  • #1

    Jeanne (Dienstag, 04 Juni 2019 13:19)

    Liebe Tanja,
    wie schön, dass es für das Vogelkind gut ausgegangen ist!!
    Jaaa, Geduld kann manchmal sehr hilfreich sein. lach :))
    Wir hatten auch schon oft solche Jungvögel im Garten, die aber leider jedesmal verletzt waren und von uns zum Tierarzt gebracht wurden. Aber deine Tipps sind super hilfreich.
    Damit diese erst gar nicht in unserem Garten brüten- wegen der Katzen- stelle ich erst gar kein Futterhäuschen oder einen Nistkasten auf. Das wäre dann im wahrsten Sinne des Wortes ein "gefundenes Fressen" für unsere "Tiger"!!

    Dir noch eine schöne sonnige Woche
    Liebe Grüße

    Jeanne

  • #2

    Tanja@MeineKraftquelle.de (Mittwoch, 05 Juni 2019 08:25)

    Liebe Jeanne,
    vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Ja, da wäre ich auch vorsichtig und würde bestmöglichst dafür sorgen, dass keine Jungvögel bei Euch im Garten landen.
    Ich war zuerst versucht, den kleinen Vogel mit heim zu nehmen, doch mit unserer Katze wäre das viel riskanter gewesen, als ihn vor Ort zu lassen.
    Es war jedenfalls eine gute Gelegenheit um mehr über Jungvögel zu erfahren. Vieles davon wusste ich nicht.

    Ich wünsche Dir eine schöne Woche.
    Ganz liebe Grüße von
    Tanja