Kinder brauchen Zeit zum Träumen

Der Alltag unserer Kinder ist randvoll gefüllt: Aufstehen, in die Schule oder den Kindergarten gehen, Mittagsbetreuung im Hort, Hausaufgaben, Nachhilfe, Sportverein, Musikschule und Co.

 

Wir kümmern uns um die Gesundheit unserer Kinder, sorgen dafür, dass sie eine gute Bildung erhalten und fördern sie, wo es nur möglich ist. Ohne Frage, wir wollen nur das Beste für sie.

Doch eines verlieren wir manchmal aus den Augen: Dass unsere Kinder für ihre Entwicklung Zeit zum Träumen und freien Spielen brauchen.

 

Wir Erwachsenen kennen es von uns selbst: nach turbulenten und arbeitsreichen Tagen sehnen wir uns nach ein paar ruhigen Stunden, nach einer Auszeit in der Badewanne oder einem Nachmittag mit einem guten Buch auf dem Sofa. Unseren Kindern geht es ähnlich, auch wenn sie es nicht so deutlich in Worte fassen können.  Auch sie brauchen regelmäßige Auszeiten, in denen sie einfach spielen können und nicht schon der nächste Termin wartet.

 

Kinder brauchen Zeit, in der sie in Ruhe mit ihren Puppen oder Autos spielen können. Sie brauchen Zeit, um in Büchern zu blättern, Geschichten zu erfinden, im Garten Blumensuppe zu kochen oder plötzlich wieder das Springseil zu entdecken, das lange verstaubt in einer Kiste lag.

Manchmal brauchen sie auch Zeit um Langeweile zu haben. Das ist für uns als vielbeschäftigte Erwachsene oft schwer auszuhalten (Zeit ist immerhin Geld), aber wenn wir es schaffen, dann lernen unsere Kinder etwas sehr wichtiges: kreativ zu sein, sich selbst zu beschäftigen und nicht ständig durch vorgegebene Termine unter Druck zu stehen.

 

Wenn wir ihnen den Raum lassen, dann können sich unsere Kinder in diesen unverplanten Zeiten erholen und neue Energie für den Alltag sammeln. Sie bekommen aber auch die Gelegenheit Erlebnisse zu verarbeiten. Wer hat nicht schon beobachtet, wie sein Kind nach dem Schauen eines Filmes die Handlung nachgespielt hat? Manchmal wird auch ein Streit, der sich am Vormittag im Kindergarten ereignet hat, nachgespielt und somit verarbeitet.

 

Damit das möglich ist, brauchen Kinder Zeit und Freiräume. Sie brauchen Tage, die nicht bis zur letzten Minute verplant sind und sie brauchen Eltern, die sie nicht ständig bespaßen, sondern ihnen die Möglichkeit geben, sich selbst zu beschäftigen (was übrigens ebenfalls eine wichtige Kompetenz für das spätere Leben ist).

Und während unsere Kinder ins Spiel vertieft sind, nutzen vielleicht auch wir die Zeit, um in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken oder ein paar Seiten in unserem neuen Buch zu lesen - und zwar mitten am Tag.

 

Wetten, dass uns allen diese kleine Auszeit gut tun wird und wir uns danach mit neuer Energie den Herausforderungen des Alltags stellen können?

 

Wann gibst Du Deinem Kind das nächste Mal Zeit zum Träumen?

 

Herzliche Grüße von

 

Tanja

 

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